Dach | Baumetalle

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Durch die Lagerhaltung aller gängigen Dachbaustoffe und Baumetalle können Sie sich auf die termingerechte Zustellung verlassen.

Wie alle unsere Produkte, unterliegen auch diese Produkte einer ständigen Qualitätssicherung. Diese beginnt bereits bei der Kontrolle der eingesetzten Rohmaterialien, die auf die Kriterien geltender Euronormen geprüft werden. Bei der Auswahl unserer Produkte achten wir neben der hohen Wertigkeit auch auf Umweltfreundlichkeit und Wiederverwertbarkeit.

Dachziegel – ein Überblick

Dachziegel aus Ton schmücken bereits seit über 4.000 Jahren die Dächer in aller Welt. Kaum ein Tempel der alten Römer oder Chinesen, der nicht mit dieser wetterfesten Dachhaut versehen war. Ton in verschiedenen Variationen ist das Grundmaterial eines jeden Dachziegels.

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Herstellung

Der Ton wird zunächst mit Wasser gemischt, dann in Form gebracht, anschließend getrocknet und abschließend gebrannt. Es wird dabei zwischen zwei grundsätzlichen Arten der Formgebung unterschieden. Der Ton wird entweder mit der Stempelpresse oder der Strangpresse in Form gebracht. Daraus entstehen dann entweder Pressdachziegel oder Strangdachziegel. Das Trocknen und Brennen erfolgt bei beiden Dachziegelarten allerdings auf gleiche Weise. Nach dem Trocknen bekommen die Dachziegel im Brennofen bei Temperaturen zwischen 900 und 1200 Grad Celcius ihre endgültige Form und die gewünschte Haltbarkeit. Dabei entsteht auch das typische Porensystem, das es dem Dachziegel ermöglicht, Feuchtigkeit schnell aufzunehmen, aber auch schnell wieder auszutrocknen.

Anordnung und Arten von Dachziegeln

Auf dem Dach werden die Ziegel schuppig übereinander gelegt, aber nicht fest miteinander verbunden. Dadurch kann das Wasser ablaufen, ohne dass es ins Dach eindringen kann. Allerdings muss dabei die vorgegebene Regeldachneigung eingehalten werden. Dadurch, dass die Ziegel nicht starr miteinander verbunden sind, können sie die Bewegungen der Dachbalken problemlos mitmachen. Die Dachziegel werden mit der sogenannten Nase auf die Traglattung aufgelegt. Je nach Art des Dachziegels erfolgt die Überlappung entweder flächig oder es wird Falz in Falz gelegt. Man unterscheidet daher zwischen flächigen Dachziegeln wie Biberschwänzen oder Hohlpfannen und gefalzten Dachziegeln wie Doppelmuldenfalzziegel oder Hohlfalzziegel.

In der folgenden Tabelle sind die gebräuchlichsten Dachziegelformen zusammengefasst:

Pressdachziegel Strangdachziegel
mit Falz ohne Falz mit Falz ohne Falz
Doppelmulden-falzziegel Mönch und Nonne Strangfalzziegel Biberschwanz-ziegel
Reformpfanne Krempziegel   Hohlpfanne
Verschiebeziegel      
Flachdachziegel      

Größer, schöner, besser...

Eine neue Entwicklung bei Dachziegeln sind die Großformate. Dachziegel wie der Großfalzziegel oder die großformatige Flachdachpfanne decken eine etwa 20 Prozent größere Dachfläche ab, als ihre herkömmlichen Kollegen. Durch ihre Größe lässt sich ein schnellerer Arbeitsfortschritt beim Decken des Dachs erzielen. Die Hausbesitzer interessiert jedoch eher die edle Optik solcher Dächer. Häuser im mediterranen Stil sind immer mehr im Kommen. Ein flach geneigtes Dach darf hier nicht fehlen. Mit den meisten Dachziegeln ist das jedoch nicht möglich, da bei ihnen eine Dachneigung von etwas über 20 Grad nicht unterschritten werden darf. Hier kommen die Flachdachziegel ins Spiel, mit denen Dachneigungen von 11 Grad möglich sind. Damit das Regenwasser nicht in die Dachkonstruktion gelangen kann, ist in dem Fall allerdings ein wasserdichtes Unterdach notwendig.

Entstehung der Farben

Haben wir uns bislang um die verschiedenen Dachziegelformen gekümmert, so sollen nun die verschiedenen Farben von Dachziegeln ein Thema sein. Gab es früher höchstens die Wahl zwischen einem Ziegelrot und Braun, so sind heute auch grüne, blaue oder gelbe Dächer möglich. Dafür kommen Glasuren oder Engobe zum Einsatz. Ohne diese farbgebenden Bearbeitungsweisen kann der Farbton der Ziegel allein durch den verwendeten Ton gesteuert werden. Sind im Ton viele Eisenhydroxide enthalten, so färbt er sich beim Brennen in das typische Ziegelrot. Bei einem hohen Mangananteil im Ton wird der Ziegel nach dem Brennvorgang hingegen braun. Sollen andere Farben entstehen, so geschieht das mit Hilfe einer Engobe oder Glasur. Der sichtbare Unterschied zwischen beiden Varianten ist, dass Engoben matt und Glasuren glänzend sind. Zudem ist durch die glasartigen Glasuren jede beliebige Farbe möglich.

Eine Engobe ist eine Tonschlämme, die vor dem Brennen aufgebracht wird. In die Tonschlämme werden Minerale oder Metalloxide gemischt, um die Farbe zu ändern. Engoben beeinträchtigen die besonderen Eigenschaften eines Ziegels nicht. Glasuren sind hingegen richtige Überzüge, die die Oberfläche des Ziegels komplett abdichten.